In
der Jungschen Psychologie geht man davon aus, dass die
psychische Energie ständig fließt und psychische
Inhalte so in Verbindung miteinander sind.
So
wie die Elemente etwas darüber aussagen, wie der
Mensch seine Umwelt wahrnimmt, so symbolisieren die Kreuze,
wie er seine Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet.
Das kardinale Kreuz orientiert sich bei der Verarbeitung
von Erfahrungen an der Außenwelt. Das Außen
gibt somit den Impuls zur Verarbeitung. Man hat den Drang,
sich mit der Außenwelt auszutauschen und dort Anerkennung
zu finden. Dies geschieht oft auf einer bewussten Ebene,
die unbewussten Anteilen nur wenig Rechnung trägt.
Das
fixe Kreuz orientiert sich bei der Verarbeitung
von Erfahrungen an den Forderungen, die im eigenen Innern
liegen und somit noch unbewusst ist. Damit werden psychische
Inhalte aktiviert, die verdrängt waren. Wenn allerdings
Inhalte auftauchen, die für das Bewusstsein störend
sind, kann dies zu Unsicherheit führen
Das
veränderliche Kreuz orientiert sich bei der
Verarbeitung von Erfahrungen sowohl an der Umgebung als
auch an Forderungen des Unbewussten - je nach Situation.
Es findet so ein fließender Übergang zwischen
bewusster und unbewusster Verarbeitung statt. Die Gefahr
besteht darin, dass dieser Prozess zur einen oder anderen
Seite ausschlägt. Dies kann sowohl zur ausschließlichen
Beschäftigung mit sich selbst als auch zur alleinigen
Beschäftigung mit der Umwelt führen.