Neptun
Wenn
wir zu unserem inneren Neptun reisen, nehmen wir Kontakt
auf mit dem Teil in uns, der die Grenzen von Ich-Bewußtsein
und Außenwelt immer wieder auflöst und uns erinnert,
daß wir Teil eines größeren Ganzen sind.
Dieser
Teil läßt uns die Sehnsucht nach einer anderen
Welt verspüren und kann gleichermaßen Motivation
sein für totale Hingabe und Hilfsbereitschaft, für
Religion oder für Weltflucht und Sucht.
Neptun
in der Mythologie
Im
Griechischen Mythos ist Neptun der Meeresgott Poseidon,
Neptun ist seine römische Entsprechung.
Kronos,
der einstmals seinen Vater Uranos entthront hatte, um selbst
die Herrschaft an sich zu reißen, fürchtete,
es könne ihm ähnlich ergehen, und verschlang deshalb
Poseidon, Hades, Hestia, Demeter und Hera.
Der herangewachsene Zeus zwang seinen Vater, die Geschwister
wieder auszuspeien, so daß daraufhin der Kampf um
die Weltherrschaft begann. Poseidon wurde das Meer zugeteilt.
Er war Herr der Erdentiefe, der Erdhalter und Erderschütterer,
der mit seinem Dreizack - ein Geschenk der Kyklopen - Erdbeben
und Stürme erregte.
Sein
Palast liegt im tiefen Ozean. Dort hat er einen Wagen mit
weißen Pferden, seinen Lieblingstieren; sie haben
kupferne Hufe und goldene Mähnen, und wenn Poseidon/Neptun
sich auf seinem Wagen nährt, legen sich Stürme,
und Seeungeheuer beginnen zu tanzen.
Aber
je nach seiner emotionalen Situation kann es auch genau
umgekehrt sein, und die aufgetürmten Wogen reißen
die Seefahrer mit in die Tiefe.
Wenn
er auftaucht aus den Wogen des Meeres, umgeben von Nymphen
und singenden Sirenen, spiegelt sich das Sonnenlicht in
seinem Dreizack, und der Blitz dieser göttlichen Helligkeit
kann die Seefahrer entweder erleuchten oder in den Wahnsinn
treiben.
Darüber
macht sich Poseidon/Neptun jedoch keine Gedanken, beides
ist ihm" gleich-gültig".
Er
ist an Größe und Ausstrahlung Zeus/Jupiter gleich,
aber nicht an Macht. So versucht er immer wieder, Land zu
erobern, indem er es überschwemmt, um es so seinem
Reich einzuverleiben und seinen Herrschaftsbereich auszudehnen.
Ähnlich
wie Zeus/Jupiter hat er viele Geliebte. Er will sich mit
allem verbinden, alles lieben, unterliegt dann aber oft
Enttäuschungen, da er vorher selbst getäuscht
hat.
Odysseus
ist auf seinen Irrfahrten oft den Launen Poseidon/Neptuns
ausgeliefert. Nebel und die Sirenen, Gefährtinnen aus
seiner Tiefe, verwirren die Orientierung.
Als
alle seine Männer untergegangen sind und er allein
im tosenden Meer treibt, ruft er Poseidon/Neptun an: Was
habe ich Dir getan?" Und Poseidon/Neptun antwortet: