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Saturn
Wenn
wir zu unserem inneren Saturn reisen, so kommen wir mit unserer
eigenen Struktur, unserer Fähigkeit uns abzugrenzen und
Verantwortung für uns und andere zu übernehmen,
in Berührung.
Saturn
ist das Prinzip in uns, dass dafür sorgt, dass wir Dinge
auch wirklich auf die Erde bringen und nicht nur in Phantasien
steckenbleiben. Er hilft uns, uns als eigenständiges
Individuum zu entwickeln, zeigt uns aber auch, wo wir uns
zu sehr abschotten und uns Neuem verweigern.
Saturn
in der Mythologie
Saturn
begegnet uns sowohl in der römischen als auch der griechischen
Mythologie. Bei den Römern war Saturnus der Gott des
Ackerbaus, der Obst- und Weingüter. Er war mit der römischen
Göttin Ops verheiratet, die für den Erntesegen und
die Fruchtbarkeit zuständig war, die aber auch als Schutzgöttin
der Neugeborenen verehrt wurde.
Im
antiken Griechenland wird Saturn Chronos gleichgesetzt.
Er war der jüngste Sohn von Uranos, dem gestirnten Himmel
und Gaia, der Erde. Uranos zeugte fortwährend Kinder
, die Kyklopen, die er dann in den Tartaros (die Unterwelt)
verbannte.Weitere Kinder, die Titanen, verbarg Gaia fortan
in sich, um sie vor Uranos zu schützen. Als ihr dies
zuviel wurde, forderte sie ihre Kinder auf, gegen den Vater
aufzubegehren und ihn zu entmannen. Unter der Führung
von Kronos, dem jüngsten Titanen, taten sie dies auch
und Kronos entmannte Uranos mit einer Sichel im Schlaf und
warf sein Geschlecht ins Meer. Aus dem sich bildenen Schaum
entsprang Aphrodite. Aus dem zu Boden gefallenen Blutstropfen
entstanden die Erinnyen, jene drei Furien, die seitdem Vatermord
und Meineid verfolgen.So wurde Kronos zum Alleinherrscher.
Er heiratete seine Schwester, die Titanin Rhea. Aufgrund eines
Orakelspruches, der ihm prophezeite, dass auch er von einem
seiner Söhne entthront würde, verschlang er all
seine Kinder. Nur Zeus
konnte vor ihm gerettet werden. Dieser übernahm dann
später die Macht.
Nach
seiner Absetzung wurde Kronos/Saturn in einer Überlieferung
nach Elysium, einem Teil der Unterwelt, in dem die Seligen
sich aufhalten, verbannt. Eine andere Version sagt, dass er
im Tartaros gefangen gehalten wurde. In der römischen
Überlieferung siedelte Saturnus sich in Latium ( Gebiet
um Rom- man denke an 'Latio Rom') an und machte das Land urbar,
indem er die Gesetzmäßigkeiten der Natur beobachtete.
Er lehrte dort König Janus die Bestellung der Felder
und die Prinzipien von Recht und Ordnung. Unter Saturn als
König herrschte das mythische Goldene Zeitalter in Latium,
eine völlig sorgenfreie und schuldlose Zeit. Schließlich
wird er selbst zum Herrscher in Latium und identisch mit dessen
König Janus. Als dieser Janus
( Link zur Webseite: www.lateinservice.de) zeichnet er sich
durch seine zwei Köpfe bzw. zwei Gesichter aus. Das eine
ist für die Rückschau in die Vergangeheit zuständig,
das andere blickt wissend in die Zukunft.
Saturn
zu Ehren wurden alljährlich vom 17 -19.Dezember die Saturnalien
( Link zur Webseite für Praktische Alte Geschichte/ Leipzig)
gefeiert.
Zur
Symbolik von Saturn |
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