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Venus
Wenn
wir zu unserer inneren Venus reisen, begegnen wir unseren
eigenen Werten, dem, was wir als schön und wünschenswert
finden und begehren. Venus verweist auf die Dinge, die uns
vollständiger sein lassen und uns Ganzheit verleihen.
Somit ist Venus nicht einfach nur der Planet der Liebe und
Beziehungen, sondern sagt viel über unsere eigene Identität
aus.
Über
Venus zu schreiben fällt schwerer als über andere
Planeten, weil wir das, was uns gefällt, was wir aus
eigenem Antrieb heraus genießen, oft hintenan stellen
und der Notwendigkeit (Saturn) unterordnen.
Venus
in der Mythologie
Venus
taucht in der Mythologie in den verschiedensten Gestalten
aus: als Inanna bei den Sumerern, als Ishtar in Babylon, als
Aphrodite in Griechenland.
Der
griechische Mythos kennt zwei Versionen der Geburt von Venus,
die somit auf ihren Doppel-charakter hinweisen. Einmal entstand
sie,als Saturn seinen Vater Uranus entmannte und dessen Geschlecht
ins Meer warf. Aphrodite, die Schaumgeborene' hatte
somit Uranus als Vater und das Meer als Mutter. Sie wurde
geboren aus dem Streit und aus der unwiderruflichen Spaltung
von Himmel(Uranus) und Erde(Gaia). Hier finden wir Venus
Urania, die den Wunsch nach Verschmelzung der Gegensätze
symbolisiert.Hier finden wir auch unseren Wunsch nach Beziehung
und nach dem Finden der verlorenen Seite wieder, der auch
Antrieb jeglicher künstlerischer Arbeit ist.
Aphrodite war mit Hephaistos, dem lahmen, hässlichen
Götterschmied verheiratet. Sie vollzog diese Ehe aber
nie, vielleicht auch deshalb, weil er ihrem Ideal von Schönheit
nicht entsprach.
In der späteren Version des Mythos ist sie die Tochter
des Zeus und der Dione, was auf einen irdischeren Kontext
hinweist. Hier ist sie als Aphrodite Pandemos bekannt,
was soviel heißt, wie aus dem Volke stammend.
Aphrodite hatte viele Liebschaften - sie suchte sich ihre
Liebhaber aber selbst aus und tat das, was ihr beliebte. Die
griechischen Tempeldienerinnen, die sich als sterbliche Gefäße
der Freude verstanden, als Verkörperung des Wesens des
Eros, weihten Männer in die Sexualität ein und gaben
sich denen hin, die sie begehrten. So kann man Venus auch
als Erzeugerin der kreativen Kraft im Manne verstehen. Sie
verlor nie ihren Selbstwert und ihr Vergnügen, und ihre
Freude war der Maßstab ihres Handeln. Aphrodite ging
keine bindenden Verpflichtungen ein(Saturn) und verklärte
sich ihre Liebesangelegenheiten nicht romantisch(Neptun).
Sie gehörte nur sich selbst. Ihre sexuellen Verbindungen
waren sehr zahlreich und spiegeln so unser Bedürfnis
wider, Facetten unserer eigenen Natur zu entfalten.
Das Zeichen der Venus gleicht einem Handspiegel. So kann man
sagen, dass das, was wir schätzen, eine Widerspiegelung
unserer selbst ist.
Venus
im Horoskop... |
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